Neue Kultur trifft auf alte Kultur – Widerstand gegen Veränderungen

3. Teil: Elwira muss handeln und löst damit Widerstand gegen Veränderungen aus.

Elwira übernahm mit viel Schwung und Elan die Leitung eines Alters- und Pflegeheims. Endlich eine neue Herausforderung, Zusammenarbeit mit netten Menschen, herzliche Kontakte zu BewohnerInnen und Angehörigen. Leider musste Elwira bald feststellen, dass Handlungsbedarf auf verschiedenen Ebenen besteht.

Wie soll sie es anpacken? Sie besinnt sich an die Faustregel „ das Wichtigste zuerst“. Die Wiederherstellung der Profitabilität des Pflegeheims steht an erster Stelle. Um dieses Ziel zu erreichen, müssen diverse Reorganisationen vorgenommen werden. Das kommt bei alteingesessenen Mitarbeitenden schlecht an. Einige formieren sich zum Widerstand, andere verlassen den Betrieb, viele erkennen, dass ein „Change“ notwendig ist. Auf diese Gruppe kann Elwira bauen. Sie möchte jedoch auch die skeptischen und ablehnenden MitarbeiterInnen für die Neuerungen gewinnen. Im Gespräch mit diesen erklärt sie, weshalb Veränderungen notwendig sind und appelliert an die Vernunft und Loyalität der Mitarbeitenden. Elwira organisiert verschiedene Projektgruppen in denen auch die „kritischen“ MitarbeiterInnen vertreten sind. Elwira verfasst Merkblätter, legt in der Mitarbeiter-Zeitung ihre Absichten dar. Vor allem sucht sie das Gespräch, ist präsent und auch konsequent. Trotz aller Transparenz und aller Bemühungen steigen nicht alle MitarbeiterInnen ins Boot.  Schwierig ist es für Elwira, weil sie keinen offenkundigen Widerstand feststellen kann.

Elwira infomiert den Vorstand über die Situation. Dieser rät ihr, hart durchzugreifen und die Störenfriede zu entlassen. Soweit will Elwira nicht gehen. Sie ist davon überzeugt, dass die Konflikte auf kooperative Art zu lösen sind. Sie fürchtet sich auch vor externen und internen Reaktionen bei Entlassungen und schliesslich gibt es (noch) keine handfesten Argumente, die eine Kündigung rechtfertigen würden.
Elwira geht vorerst auf dem eingeschlagenen Weg weiter und glaubt daran, dass sich die Probleme nach einer gewissen Zeit lösen werden.

Denkanstoss:
Was würden Sie an der Stelle von Elwira tun? Schreiben Sie einen Kommentar.

Schreiben Sie einen Kommentar

Blog-Archiv


abt-adinterim gmbh
Kathrin Abt
Lehn 168 | 3674 Bleiken

info@abt-adinterim.ch
079 749 06 07
031 771 31 85